Bodensee Philharmonie braucht klare Perspektive

Konstanz – Angesichts der ab der kommenden Spielzeit unbesetzten Intendantenstelle bei der Bodensee Philharmonie hat sich UNISONO in einem offenen Brief an den Oberbürgermeister der Stadt Konstanz Uli Burchardt (CDU) gewandt. Hintergrund ist vor allem, dass bislang kein öffentlich kommuniziertes Findungsverfahren eingeleitet wurde. „Wir fordern […] nachdrücklich […] ein transparentes Intendanten-Findungsverfahren einzuleiten und ein klares öffentliches Bekenntnis zur Zukunft der Bodensee Philharmonie abzugeben“, heißt es im offenen Brief.
Selbst wenn übergangsweise eine Interimslösung angestrebt werden würde, entbindet dies nicht von der Notwendigkeit, parallel ein reguläres, transparentes Auswahlverfahren durchzuführen. „Weder die Gründe für das Ausbleiben eines Findungsverfahrens noch die strategischen Überlegungen der Stadt sind nachvollziehbar kommuniziert worden“, sagt UNISONO-Geschäftsführer Robin von Olshausen. „Ein solcher Umgang mit einer zentralen Leitungsfunktion eines kommunalen Orchesters ist aus unserer Sicht höchst ungewöhnlich, intransparent und erklärungsbedürftig.“
Eine öffentliche Debatte über die kulturpolitische Ausrichtung der Stadt Konstanz ist überfällig. „Diese Diskussion betrifft sowohl die Öffentlichkeit als auch die Beschäftigten. Beide brauchen ein klares Bekenntnis, dass die Stadt weiterhin uneingeschränkt hinter ihrem Orchester steht“, sagt Olshausen. Die Mitglieder der Bodensee Philharmonie brauchen eine klare Perspektive, damit sie die richtigen Schritte in ihrer Weiterentwicklung gehen können.
Anhang: offener Brief
