UNISONO unterstützt Forderung nach Kulturmilliarde

Berlin – UNISONO unterstützt die Forderung des Deutschen Städtetags nach einer Kulturmilliarde zur Sanierung von Theatern, Konzertsälen und anderen Kultureinrichtungen. „Angesichts der dra-matischen Finanzlage der Kommunen ist ein deutlich stärkeres finanzielles Engagement des Bun-des notwendig, um kulturelle Infrastruktur zu erhalten und zukunftsfähig zu machen“, sagt UNI-SONO-Geschäftsführerin Julia Hofmann. Der Deutsche Städtetag beziffert den Investitionsstau bei der Sanierung von Kulturbauten auf 6,6 Milliarden Euro. Eine Kulturmilliarde wäre ein wichtiger und längst überfälliger Schritt.
„Viele Städte und Gemeinden können notwendige Investitionen aus eigener Kraft kaum noch leis-ten. Wenn der Bund jetzt nicht gegensteuert, drohen weitere Verluste an kultureller Infrastruktur, die über Jahrzehnte mit großem Engagement aufgebaut wurde“, sagt Hofmann. „Es geht dabei nicht nur um Gebäude, sondern um die Grundlage für kulturelle Teilhabe und um gute Arbeitsbe-dingungen vor Ort.“
Das Problem wird seit vielen Jahren nicht beherzt angegangen. Der Deutsche Kulturrat forderte schon 2012, den gesellschaftlichen und sozialen Wert von Kultur- und Bildungsbauten anzuerken-nen sowie ihrer Bedeutung politisch und finanziell gerecht zu werden. Momentan haben noch fünf Prozent der Kommunen einen ausgeglichenen Haushalt. Hofmann: „Statt von der Substanz zu le-ben, weil die Rücklagen aufgebraucht sind, und sich weiter zu verschulden, brauchen Städte und Gemeinden verlässliche finanzielle Zusagen. Nur so können sie ihre Aufgaben der Daseinsvorsorge erfüllen. Dazu gehört auch die Versorgung der Bevölkerung mit hochwertigen Kulturangeboten.“
