ARD-weiter Streik: Rundfunkorchester und -chöre machen mobil

10.11.2022

Erstmals zeitgleiche Aktionen in allen Anstalten

Gestern haben bundesweit und erstmals zeitgleich Streiks bei allen ARD- Rundfunkanstalten zu umfangreichen Programmänderungen, eingeschränkten Sendungen und Ausfällen bei den Sendern sowie im Deutschlandradio geführt. Damit wehrten sich mehr als 2.000 Streikende, darunter viele Mitglieder der Rundfunkklangkörper, gegen die festgefahrenen Verhandlungen in den ARD-Anstalten. Die in den Sendern vertretenen Gewerkschaften, v.a. unisono, ver.di und DJV, bekräftigten mit den Streikmaßnahmen ihre Forderungen nach höheren Vergütungen und kürzeren Laufzeiten als Ausgleich der gestiegenen Lebenshaltungskosten angesichts der hohen Inflation.

In Hamburg beteiligten sich das NDR Elbphilharmonie Orchester, das NDR Vokalensemble und die NDR Bigband am ARD-weiten Streiktag. Der WDR Rundfunkchor machte bei einem Konzert in der Kölner Minoritenkirche auf die Streikziele aufmerksam. Auch in München beteiligten sich Mitglieder aller BR-Ensembles – Symphonieorchester, Rundfunkorchester und Chor – an der zentralen Kundgebung.